Die Krocke fliegen wieder


Die Krocke fliegen wieder. Die Karnevalgesellschaft Die Krocke hat mit ihrer Kampagnen-Eröffnung bewiesen: "Wir können es noch!" Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause haben sich die Akteure auf die neue Session mutig vorbereitet und gleich am 12.11 einen imposanten Startpunkt gesetzt.

Sitzungspräsident Frank Herrmann präsentierte sich in Hochform. Mit viel Witz, Gesang und redegewandt führte er das Narrenvolk durch den Abend. Es boten sich ihm einige Gelegenheiten, seine Flexibilität unter Beweis zu stellen, wischte aber den Flugrost professionell zur Seite. Auch wenn die Krocke in diesem Jahr kein Prinzenpaar stellen, musste das Narrenvolk nicht auf Tollitäten verzichten. Hoher Besuch kam aus der Stadt Aschaffenburg von der Stadtgarde mit Prinz Peter lll. und ihrer Lieblichkeit Sabrina l. mit ihrem Gefolge. Sie bestätigten, dass alle Fastnachtsnarren vom Spaß der letzten Kampagne gezehrt haben und nun wieder zwischen Corona, Krieg und Klimakonferenzen zur Normalität zurückkehren wollen.

In Schöllkrippen herrscht ein neues Prinzenpaar über die fünfte Jahreszeit: Prinz Thorsten l. und Prinzessin Isabella l. aus dem Schöllkrippener Ortsteil Schneppenbach beehrten die Krocke mit ihrem Besuch. Genau wie Abordnungen vom Kakadu Aschaffenburg und von den Unterafferbacher Fastnachtern.

Büttenreden, Musik, Gesang und Tanz beherrschten die Bühne, aus dem Hintergrund geführt vom Protokoller Guido Noll. Die Vorsitzenden Jochen Bauer und Steffen Salg konnten stolz sein auf ihre Mannschaft. Gleich zu Beginn zeigten 17

Mini-Gardemädchen unter der Leitung ihrer Trainerinnen Sarah Sonnenschein und Jasmin Reinfurt, dass die Zukunft im Weibersbrunn gesichert ist.

Eine Bank im Verein ist Eugenie Väth. Allen Gästen die den Weibersbrunner Dialekt nicht beherrschten, erklärte sie ebbes und wie oft ebbes im Leben passieren kann. Jenny Schreck, Melanie Durchholz und Lena Ruppert hatten die Juniorengarde vorbereitet, in der sogar ein Junge mittanzt.

Als Kupplerche hielten Jochen Bauer, Steffen Salg und Eugenie Väth die Stimmung auf Höchstmaß. 

Dem Nachwuchs eine Chance! Wenn man Talente wie Johannes Winkel hat, kann man getrost in die Zukunft blicken. Absolut cool erzählte er als Schulbub von seinen Erlebnissen mit seiner Lehrerin und seinen Klassenkameraden. Dass sein Lieblingsfach die Musik ist, zeigte er gleich mit seinem Trompetensolo und spielte sein Lieblingslied "Ein Prosit der Gemütlichkeit".

Die Ehrengarde unter den Trainerinnen Theresa Hessler und Janina Noll hoben das Niveau der Tanzvorführungen noch einmal an, bevor Kathrin Bauer als Rosa zeigte, wie anstrengend ein Hausfrauentag ist, seit es Handy-Headsets gibt. Zusammen mit Jochen Bauer gab sie dann einen Einblick in das harmonische Eheleben im Hochspessart. Für den Höhepunkt der Tanzvorführungen sorgte die Prinzengarde, die genug Erfahrung besitzt, um selbst Tänze einzustudieren. Für Stimmung sorgten die Schinöser Katja Schreck-Zang und Emilia Schreck und ließen keinen der Besucher ruhig auf seinem Platz sitzen. So stimmten dann am Schluss auch alle kräftig mit ein in die Hymne "Wir sind Krocke aus Weibersbrunn".

 

- Robert Fuchs, Main Echo

Mitglied im Fastnachtsverband Franken und Bund Deutscher Karneval